Landesheimrat zu Gast bei den unterfränkischen Jugendämtern

Landratsamt Würzburg
-Presse und Öffentlichkeitsarbeit-
Pressemitteilung
Würzburg, 10. Oktober 2017



Heimkindern eine Stimme geben -
Landesheimrat zu Gast bei den unterfränkischen Jugendämtern

Kindern und Jugendlichen eine Stimme geben, deren Interessen zu vertreten und eine Plattform zu schaffen, auf der sie ihre Anliegen platzieren können, das ist Aufgabe des zwölfköpfigen Landesheimrat (LHR) Bayern. Das gewählte Gremium für junge Menschen in der stationären Kinder- und Jugendhilfe in Bayern stellte sich den unterfränkischen Jugendämtern auf deren Herbsttagung im Würzburger Rathaus vor.

Letztlich geht es um Beteiligung, also die Partizipation, um gemeinsam etwas zu erreichen. Es geht um Wahrung der Privatsphäre, das Recht auf Meinungsäußerung. Auch geht es um das Recht auf elterliche Fürsorge, die nicht in jedem Fall gegeben ist, sonst wären die meisten Kinder und Jugendlichen nicht in Heimen. Der Landes-heimrat setzt sich somit für Kinderechte ein. Damit dies gut gelingen kann wird der Zwölferrat von vier pädagogischen Betreuern aus Kinder- und Jugendheimen beratend unterstützt. Die Geschäfte werden vom Bayerischen Landesjugendamt begleitet und organisiert.

In den 557 Einrichtungen für Hilfe zur Erziehung sowie Hilfe für junge Volljährige und Einrichtungen für Inobhutnahmen in Bayern standen laut Landesamt für Statistik Ende des Jahres 2010 insgesamt 14.048 Plätze zur Verfügung. Bei einer aktuellen Umfrage wurde festgestellt, dass nur 7 % der jungen Menschen in stationärer Betreuung von der Existenz des Landesheimrates wissen - Grund genug um die Werbetrommel zu rühren.

Die Vertreter der zwölf unterfränkischen Jugendämter zeigten sich jedenfalls sehr beeindruckt und prüfen jeweils intern weitere Möglichkeiten der Beteiligung von jungen Menschen im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe.


Beeindruckt vom Vortrag von Norman und seinem pädagogischen Berater Dirk Döppner (3. und 2.v.li.) waren nicht nur Hermann Gabel (re.) als Vorsitzender der AG der unterfränkischen Jugendämter und seine gleichberechtigten Vertreter Tanja Meeder (li.) und Gunter Kunze (3.v.re). Foto: Susanne Wundling.
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