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Abschied Ursel Heuler

Am 28.10.2021 ging die Wirtschaftsleiterin Ursel Heuler nach 43 Dienstjahren in den verdienten Ruhestand. Aus diesem Anlass wurde ihr ein zünftiger Abschied bereitet, dazu gehörte auch eine ausführliche Laudatio, aus denen hier nun Auszüge gebracht werden. 

 Ursel 1024

Liebe Kollegen, liebe Freunde!

Liebe Ursel-Heuler-Fangemeinde!

Liebe Abschieds-Trauergäste!

Tja, heute geht die allerbeste - - -

Gelegenheit ganz schnell vorbei,

um mit Ursel noch mal sorgenfrei

ein letztes Gläschen Wein zu trinken

und ihr beim Abschied nachzuwinken.

 

Denn eine Ära geht zu Ende!

(Und nicht nur Merkel geht in Rente!)

Denn Ursel schaffte voller Tatendrang

hier über dreiundvierzig Jahre lang.

Und nun meint Ursel, das genüge!

Und drum macht sie auch die Fliege!

Solch eine Leistung ist ein starkes Stück!

Doch blicken wir noch mal zurück!

 

Denn aus der Rückschau hier ergibt sich:

Es war Neunzehnhundertachtundsiebzig,

da trat sie schüchtern, scheu und unerfahren

mit zarten einundzwanzig Jahren -

in diesem unschuldsvollen Alter

trat Ursula Maria Walter

den Dienst an im Marienthal!

Lang, lang ist‘s her! Es war einmal!

 

Sie sorgte fortan in der Küche

nur für allerfeinste Wohlgerüche.

Auch die Waschküche war ihr Bereich,

und bei der Hausreinigung zum Vergleich:

Da schaffte sie‘s, dass jeder spurte,

wenn wieder groß gereinigt wurde.

Viel später kam für sie partout

die Haustechnik noch mit dazu.

 

Sie richtete auch hier im Haus

fast alle großen Feste aus

für die Kinder und die Mitarbeiter

und für all die Gäste und so weiter.

Und man erinnert sich noch labend

an den beliebten Federweißenabend!

Die Schlachtschüssel nicht zu vergessen -

oder das legendäre Bratwurstessen!

 

Und immer sorgte sie dann schon

auch für die passende Dekoration -

sei‘s Erntedank oder Advent!

Und stets geschmackvoll, wer sie kennt!

 

Erntespenden wurden aufbereitet,

Praktikanten wurden angeleitet,

wobei sie auch fürs rechte Maß

dazu im Prüfungsausschuss saß.

Hinzu kommt noch: Allzeit bereit

als Beauftragte für Sicherheit!

 

Nein, Ursel werkelte ganz ungestüm

im ganzen Haus mit ihrem Team;

doch mit solch exzellenten Mitarbeitern

kann man als Leitung ja nicht scheitern!

 

Ja, dreiundvierzig Jahre lang

war Ursel voller Schaffensdrang!

Doch wer wie sie ganz unbeschwert

quasi als Inventar ins Haus gehört,

wie kriegt man die dann überhaupt

aus dem Haus herausgeschraubt?

Das war das Grundproblem schlechthin:

Sie steckt hier tief in allem drin?

Drum mussten wir das Haus sanieren

als Vorwand, um das zu kaschieren,

damit wir sie an allen Fronten

auch wirklich restlos ausbauen konnten.

Drum wurde die Sanierung hier verfügt!

Man hätt’ sie sonst nicht rausgekriegt!

 

Im Marienthal war Ursel immerhin

die weitaus längste Mitarbeiterin.

Doch ihre Zeit bei uns ist nun zu Ende!

Und als Legende geht sie vom Gelände!

Ihr Lebens-Navi – gut geeicht -

sagt nun: „Sie haben jetzt ihr Ziel erreicht!

Doch das Rentnersein, ich sag’s ganz ehrlich,

das ist im Grunde höchst gefährlich!

Das Rentnerdasein wird zwar angestrebt,

doch noch keiner hat es überlebt!

 

Doch Ursel glaubt ganz offenbar,

sie käm‘ auch ohne uns jetzt klar?

Na, das wird sie selbst am besten wissen!

Mach‘s gut, wir werden dich vermissen!

 

Peter Kuhn

 

Wir bedanken uns bei Ursel Heuler für 43 Jahre unermüdlichen Einsatz und wünschen alles Gute und viel Freude auf dem neuen Lebensabschnitt.

 

 

Haus Marienthal gGmbH
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