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1884 Ein "Revoluzzer" von 1884 wird zum Retter des Hauses

Autor: Bert Ackermann

 

Eine große unerwartete Spende durch einen „Freigeist“ und einem Auswanderer nach der missglückten Revolution von 1848 half dem Haus aus großer Not. Im Protokollbuch findet sich die Lebensgeschichte und das Vermächtnis von Kaufmann Voit, einem gebürtigen Schweinfurter, wörtlich nach seinen Aufzeichnungen:

 

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Eine Bedingung hatte Christan Hermann Voit an das Testament geknüpft: Im Haus Marienthal musste ein Bild von ihm aufgehängt und in einer Nische musste die Urne mit seiner Asche aufbewahrt werden. An einem jährlichen Gedenktag ihm zu Ehren gab es ein Festessen für die Kinder und ein freikirchlicher Redner hielt eine Ansprache. Mit diesem "letzten Willen" wollte er sicherlich auch seine Unzufriedenheit mit der damaligen engen Verflechtung von Thron und Kirche ausdrücken. Er hatte sich 1848 die Freiheit ersehnt und wurde enttäuscht. Die Angehörigen aus Nürnberg wurden zu diesem jährlichen Gedenktag eingeladen und kamen für diesen Tag auch nach Schweinfurt. Sein Bild ging 1940 verloren, seine Urne blieb auf dem Schweinfurter Friedhof erhalten.

 

Haus Marienthal gGmbH
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