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Interkulturelle Arbeit

Integrationsprogramm „Rucksack KiTA“

Das Programm „Rucksack KiTa“ richtet sich an Familien mit internationaler Geschichte und ihre Kinder zwischen 4 und 6 Jahren, zur Förderung der Familiensprache sowie der deutschen Sprache, und der allgemeinen kindlichen Entwicklung.

 

Ziele des Programmes

  • allgemeine und mehrsprachige, alltagsintegrierte Sprachbildung

  • Förderung der kindlichen Entwicklung

  • Stärkung der Partizipation von Familien

  • Auf- und Ausbau der Bildungs- und Erziehungspartnerschaft zwischen Familien und Kindertageseinrichtungen

  • migrationsgesellschaftliche Öffnung von Bildungseinrichtungen

 

Das Rucksack-Programm in der Praxis

  • Elterngruppen mit 6 -12 TeilnehmerInnen treffen sich wöchentlich für die Dauer von neun Monaten in der Kita oder in einem nahegelegenen Raum

  • ElternbegleiterInnen, die speziell dafür ausgebildet sind, leiten die Gruppen

  • Anhand der Rucksack KiTa-Materialien werden Alltagsthemen besprochen, erhalten Eltern Anregungen für täglich wechselnde Aktivitäten mit ihren Kindern, erfahren Eltern wie sie ihre Kinder in der allgemeinen Entwicklung optimal stärken können

  • Gemeinsame Sprache der Gruppe ist die deutsche Sprache

  • Eltern und Familien bekommen die Arbeitsmaterialien in ihrer Familiensprache zur Verfügung gestellt

 

Konzeptionelle Grundsätze und Rahmenbedingungen

  • Rucksack KiTa basiert auf der Idee der Partizipation und des Empowerment

  • Eltern werden als Experten für die Erziehung ihrer Kinder sowie für das Erlernen der Familiensprache(n) angesprochen

  • Kinder werden von den Eltern/Familien in den Familiensprachen, und in der Einrichtung in der deutschen Sprache gefördert. Die Anbindung an eine Kindertagesstätte ist deshalb eine Bedingung für die Durchführung des Programms. Hier erfolgt die Förderung in der deutschen Sprache parallel zu der thematischen Arbeit von und mit den Familien.

  • Familien und Erzieherinnen und Erzieher gehen eine Bildungs- und Erziehungspartnerschaft ein, die auch die migrationsgesellschaftliche und diversitätsorientierte Öffnung der Einrichtung unterstützt

 

Kooperationsvertrag

Die Rucksack-Programme werden seit 1998 in NRW erfolgreich und flächendeckend durchgeführt, evaluiert, sowie kontinuierlich weiterentwickelt. Seit 2018 verantwortet die Landesweite Koordinierungsstelle Kommunale Integrationszentren (LaKI) die systematische bundesweite Ausweitung, in der Folge wurde die Kooperation zwischen der LaKi und der Stadt Schweinfurt erneuert.

 

Rucksack in Schweinfurt

In diesen Kindertagesstätten wird das Programm „Rucksack KiTa“ aktuell angeboten

  • AWO-Kita Bergl

  • AWO-Kita Auenstraße

  • Kindertagesstätte Auferstehungskirche

  • Kindertagesstätte Maximilian-Kolbe

  • Kindertagesstätte St. Anton

  • Kindertagesstätte St. Josef

  • Kids-Gruppe am Hort Bergl

 

Das Rucksack-Team besteht aus 10 Mitarbeiterinnen, die selbst eine Einwanderungsgeschichte aufweisen und die Gruppen in zweisprachigen Tandems führen.

 

Gesprochene Sprachen in unseren Gruppen sind u. a. Albanisch, Arabisch, Dari, Deutsch, Griechisch, Kurdisch, Polnisch, Russisch, Syrisch, Türkisch, uvm.

 

Während der Corona-bedingten Einrichtungsschließungen bekommen die Eltern die Materialien per Mail. Sie enthalten u. a. Spielevorschläge für drinnen und draußen, Bastelangebote, Fingerspiele, Lieder, Hinweise auf verschiedene pädagogisch sinnvolle Medienangebote, etc. Die Rucksack-Mitarbeiterinnen halten telefonischen Kontakt zu den Eltern und stehen im regelmäßigen Austausch mit den Kindertagesstätten.

Haus Marienthal gGmbH
Evangelische Kinder-, Jugend- und Familienhilfe Schweinfurt
Am Oberen Marienbach 7, 97421 Schweinfurt, Telefon: 09721 / 72840, Telefax: 09721 / 728435